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Info zu Zeitwertkonten

Die Zeitkonten-Lösung ist ein Modell zur flexiblen Gestaltung der Lebensarbeitszeit.

Durch Ansammeln von Überstunden oder Zahlung von Entgeltbestandteilen (z.B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld) können Arbeitnehmer ein Wertguthaben im Betrieb aufbauen. Dieses Guthaben kann für Zeiten der Freistellung von der Arbeit oder - unter bestimmten Voraussetzungen - auch für eine zusätzliche Betriebsrente verwendet werden.

Mit der Zeitkonten-Lösung ermöglichen Arbeitgeber Ihren Mitarbeitern, auch künftig den vorgezogenen Ruhestand vor dem gesetzlichen Rentenalter von 67 Jahren zu genießen. Der Vorteil für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Das Ansparen von Entgeltbestandteilen erfolgt in voller Höhe steuer- und sozialversicherungsfrei. Erst bei der späteren Auszahlung werden vom Gehalt des Arbeitnehmers Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. So ergeben sich auch für den Arbeitgeber weit reichende Steuervorteile.

Die Vorteile auf  einen Blick:

Praktisch unbegrenztes Bruttosparen für vorzeitigen Ruhestand, betriebliche Altersvorsorge oder Freistellungsphasen im Berufsleben

Komplette Entlastung des Arbeitgebers von lästigen administrativen Aufgaben durch ein Rundum-Konzept aus einer Hand

Kapitalisierungsprodukte: sicherheitsorientierter Tarif mit Beitragsgarantie ab dem ersten Euro oder flexibler Tarif mit Beitragsgarantie zum Alter 60.

Fondsmodelle mit flexiblen Anlagestrategien in mehr als 6.500 Fonds

Kompetente Beratung  bei der Einrichtung eines betrieblichen Zeitkontenmodells mit den hierzu erforderlichen arbeitsvertraglichen Musterdokumenten

Wer kann die Zeitkontenlösung abschließen?

Die Zeitkonten-Lösung wird mit dem Arbeitgeber als Vertragspartner abgeschlossen. Der Arbeitgeber entscheidet, gegebenenfalls unter Abstimmung mit dem Betriebsrat, in welcher Form und in welchem Umfang ein Zeitkonten-Modell im Unternehmen integriert werden soll. Die Versicherungsgesellschaften unterstützten diesen Prozess mit umfassenden arbeitsvertraglichen Musterdokumenten. Jeder Arbeitnehmer des Unternehmens, der nicht geringfügig beschäftigt ist, kann somit von den Vorteilen der Zeitkonten-Lösung profitieren.

Was versichert die Zeitkonten-Lösung?

Die Zeitkonten-Lösung ist eine Rückdeckung für geleistete Arbeitsstunden und verdientes Entgelt, so genannte "Wertguthaben", zum Beispiel:

Überstunden

Resturlaub

Sonderzahlungen (Weihnachts- oder Urlaubsgeld)

Regelmäßig eingezahltes Entgelt

Zuschüsse des Arbeitgebers

Je nach Ausgestaltung im Unternehmen können Zeitkontenmodelle flexibel eingesetzt werden. Arbeitgeber können unter Berücksichtigung der tarifvertraglichen Möglichkeiten den Arbeitseinsatz der Belegschaft bedarfsgerecht gestalten (z.B. bei schwankender Auftragslage) und künftig sogar Überstundenzuschläge vermeiden.

Was kann ich mit dem angesammelten Wertguthaben machen?

Der Arbeitgeber hat die Wahl:

1) Das Wertguthaben wird in einen Kapitalisierungstarif mit Garantiezins und attraktiven Überschüssen investiert.
Hier kann sich der Arbeitgeber zwischen einem sicherheitsorientierten Tarif  mit ständiger Beitragsgarantie oder einem flexiblen Tarif  mit hoher Ablaufleistung und Beitragsgarantie zum Alter 60 entscheiden.

oder

2) Das angesparte Wertguthaben der Arbeitnehmer wird in ausgewählten Investmentfonds angelegt.
Hierbei können verschiedene Risikoklassen eingerichtet werden.
Verschiedene Modelle ermöglichen eine Umschichtung des Kapitals zu vorher festgelegten Lebensphasen, um erzielte Erträge zu sichern.
Das Kapital kann für Freistellungsphasen des Arbeitnehmers genutzt werden - zum Beispiel für den vorzeitigen Ruhestand.
Alternativ kann das Wertguthaben in eine betriebliche Altersvorsorge umgewandelt werden und so die spätere Rente aufbessern.

Was ist ein Störfall?

Es ist möglich, dass die Rückdeckung bereits vor Ablauf zu einem anderen Grund als einer Freistellungsphase oder der Umwandlung in betriebliche Altersvorsorge aufgelöst werden muss. Der Gesetzgeber spricht in diesem Fall von einem "Störfall". Ein Störfall liegt vor bei:

Kündigung des Beschäftigungsverhältnisses

Ausscheiden des Arbeitnehmers aus dem Betrieb wegen Bezug einer Erwerbsminderungsrente

Außerordentliche wirtschaftliche Notlage des Arbeitnehmers

Tod des Arbeitnehmers

Insolvenz des Arbeitgebers

Was passiert mit dem Wertguthaben im Störfall?

Im Störfall wird das angesammelte Wertguthaben an den Arbeitgeber ausgezahlt. Dieser berechnet die angefallenen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge und zahlt das Wertguthaben abzüglich dieser Beträge an den Arbeitnehmer (oder dessen Erben) aus.

Falls der Arbeitgeber insolvent wird, ist das Wertguthaben für den Arbeitnehmer durch die Zeitkonten-Lösung geschützt.

Welche Vertragslaufzeiten sind möglich?

Grundsätzlich läuft der Rückdeckungsvertrag bis zum Eintritt in die gesetzliche Rentenversicherung. Er kann jedoch in Störfällen oder zu Freistellungsphasen beendet oder unterbrochen werden.

Welche Zahlungsweise ist möglich?

Es ist eine regelmäßige Zahlweise (monatlich, viertel- oder halbjährlich, jährlich) notwendig.